Die Pharmakokinetik (PK) beschreibt, was der Körper mit einem Arzneistoff macht – im Gegensatz zur Pharmakodynamik (PD), die beschreibt, was der Arzneistoff mit dem Körper macht. PK umfasst die vier ADME-Prozesse: Absorption, Distribution (Verteilung), Metabolismus und Elimination.
Wichtige pharmakokinetische Kennzahlen für die praktische Arbeit in klinischen Studien: AUC (Area Under the Curve, Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve): Maß für die Gesamtexposition des Körpers gegenüber dem Wirkstoff. Grundlage für Bioäquivalenzvergleiche. Cmax: Maximale Plasmakonzentration nach einer Dosis – relevant für Sicherheitsbewertungen (Toxizität). tmax: Zeitpunkt, an dem Cmax erreicht wird – abhängig von Applikationsweg und Formulierung.
Clearance (Cl): Volumen des Plasmas, das pro Zeiteinheit vollständig vom Wirkstoff befreit wird – Maß für die Eliminationskapazität. Verteilungsvolumen (Vd): Scheinbares Verteilungsvolumen, das die Bindung des Wirkstoffs an Gewebe und Plasma widerspiegelt. Halbwertszeit (t½): Zeit, in der die Plasmakonzentration auf die Hälfte absinkt – bestimmt das Dosierungsintervall.
Lineare vs. nicht-lineare (sättigbare) Kinetik: Bei linearer Kinetik ist die Clearance konzentrationsunabhängig (häufiger Fall). Bei nicht-linearer Kinetik (z. B. Phenytoin) sättigen sich Enzymsysteme, was die Dosierung erheblich erschwert. Für CROs, die Phase-I-Studien und Bioäquivalenzstudien durchführen, ist die korrekte PK-Probenplanung und -auswertung ein zentraler Qualitätsfaktor.