Dosiseskalation ist ein Verfahren in Phase-I-Studien (First-in-Human), bei dem kleine Gruppen von Teilnehmern (Kohorten) nacheinander steigende Dosen eines neuen Wirkstoffs erhalten. Ziel ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit zu prüfen und die maximal verträgliche Dosis (MTD) sowie dosislimitierende Toxizitäten (DLT) zu identifizieren.
In der operativen Praxis werden häufig Designs wie das „3+3 Design“ verwendet, bei dem die nächste Dosisstufe erst freigegeben wird, wenn die aktuelle Stufe als sicher eingestuft wurde. Moderne Ansätze nutzen zunehmend computergestützte Modelle (Bayesian Designs), um die optimale Dosis effizienter und sicherer zu identifizieren. Dies erfordert eine enge Abstimmung zwischen Sicherheitsärzten und Biostatistikern.
Für Sponsoren ist die Phase der Dosiseskalation kritisch für die gesamte weitere Entwicklung. Eine zu vorsichtige Eskalation verlängert die Studiendauer, während eine zu aggressive Eskalation die Sicherheit der Probanden gefährdet. CROs müssen hier über spezialisierte Phase-I-Einheiten verfügen, die eine Echtzeit-Überwachung von Vitalparametern und Pharmakokinetik (PK) ermöglichen.
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